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Glossar · Ofen & Kamin

Schamotte

Schamotte ist ein feuerfestes, bereits gebranntes Tonmaterial, das im Ofenbau für Brennraum und wärmespeichernden Kern verwendet wird.

Schamotte ist ein feuerfester Werkstoff aus gebranntem Ton. Für die Herstellung wird Ton bei hoher Temperatur gebrannt und anschließend gemahlen; dieses Material wird mit frischem, bildsamem Ton gemischt, geformt und erneut gebrannt. Das Ergebnis ist ein Baustoff, der hohen Temperaturen und starken Temperaturwechseln standhält, ohne zu reißen oder seine Form zu verlieren. Schamotte gibt es als geformte Steine (Schamottesteine), als Platten und als Mörtel.

Im Ofenbau erfüllt Schamotte zwei zentrale Aufgaben. Im Brennraum (dem Feuerraum) bildet sie die unmittelbare Auskleidung, die dem direkten Feuer und der Glut ausgesetzt ist. Sie schützt den umgebenden Aufbau und hält die Verbrennungstemperatur im Feuerraum, was für eine saubere, vollständige Verbrennung wichtig ist. Im Speicherkern eines Kachelofens oder Grundofens dienen Schamottezüge dazu, die Wärme der Rauchgase aufzunehmen. Die Masse speichert diese Wärme und gibt sie über viele Stunden langsam als angenehme Strahlungswärme an den Raum ab. Genau diese Kombination aus Feuerfestigkeit und Wärmespeicherung macht Schamotte zum klassischen Kernmaterial eines Kachelofens.

In der Praxis unterscheidet der Hafner Schamotte nach Eigenschaften wie Dichte und Wärmeleitfähigkeit. Zusammengefasst zeichnet sich Schamotte aus durch:

  • Feuerfestigkeit – beständig gegen hohe Temperaturen im direkten Feuerkontakt
  • Temperaturwechselbeständigkeit – verträgt wiederholtes Aufheizen und Abkühlen
  • Wärmespeicherung – nimmt Wärme auf und gibt sie zeitverzögert wieder ab
  • Formstabilität – behält Maße und Festigkeit auch bei starker Hitze
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