Die Ofenbank ist eine an den Kachelofen angebaute Sitz- oder Liegefläche, die von der im Ofen gespeicherten Wärme durchwärmt wird. Sie gehört zu den ältesten und beliebtesten Elementen der bäuerlichen und bürgerlichen Stube und verbindet die Heizfunktion des Ofens mit einem behaglichen Sitzplatz. Weil ein Kachelofen die Wärme über viele Stunden hält, bleibt auch die Ofenbank lange angenehm temperiert.
Ausgeführt wird die Ofenbank meist gemauert und mit Kacheln oder Naturstein belegt, mitunter auch mit einer Holzauflage oder gepolstert. Die Sitzfläche kann direkt an den warmen Ofenkörper angeschlossen sein oder über einen eigenen, mitbeheizten Zug verfügen. Neben der klassischen Sitzbank sind auch längere Ausführungen als Liegebank (Ofenliege, „Kunst" oder „Hölle" in regionalen Bezeichnungen) verbreitet, auf denen man sich ausstrecken kann.
Der Nutzen liegt in der milden, gleichmäßigen Strahlungswärme, die als besonders wohltuend empfunden wird – etwa für Rücken und Gelenke oder einfach als warmer Ruheplatz an kalten Tagen. Die Ofenbank wird bei der Planung des Kachelofens von Anfang an mitgedacht, da ihre Größe, Höhe und Anbindung an das Heizsystem bereits beim Aufbau festgelegt werden. Wichtige Punkte sind eine angenehme Sitzhöhe, eine begrenzte Oberflächentemperatur zum Schutz vor Verbrennungen sowie die Abstimmung auf den vorhandenen Platz in der Stube.