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Glossar · Ofen & Kamin

Zug (Kaminzug)

Der Kaminzug ist der Unterdruck im Rauchfang, der die Abgase eines Ofens oder Kamins nach oben abführt und zugleich frische Verbrennungsluft in den Feuerraum nachzieht.

Als Zug oder Kaminzug bezeichnet man den Unterdruck, der im Rauchfang (Schornstein) entsteht und die Abgase einer Feuerstätte zuverlässig ins Freie befördert. Er entsteht durch den sogenannten Auftrieb: Die heißen Abgase im Kamin sind leichter als die kältere Außenluft. Dadurch steigen sie nach oben, und im unteren Bereich des Rauchfangs bildet sich ein leichter Sog. Dieser Sog zieht gleichzeitig frische Luft in den Feuerraum nach, die für eine saubere Verbrennung notwendig ist. Ohne ausreichenden Zug kann ein Ofen nicht richtig brennen.

Wie stark der Zug ist, hängt vor allem von drei Faktoren ab: der Höhe des Rauchfangs (höher zieht in der Regel besser), dem Temperaturunterschied zwischen Abgas und Außenluft (bei kalter Witterung ist der Zug oft stärker) sowie der Dichtheit und dem sauberen Zustand des Kamins. Auch der Querschnitt, undichte Stellen, Ablagerungen oder ein verstellter Anschluss beeinflussen den Zug. Wichtig sind dabei:

  • Zu wenig Zug: Das Feuer brennt träge, es kann Rauch in den Wohnraum austreten, und die Scheibe verrußt schneller.
  • Zu viel Zug: Der Ofen brennt zu heftig, verbraucht mehr Brennstoff und gibt Wärme ungenutzt über den Kamin ab.

In der Praxis wird der richtige Zug beim Bau und beim Anschluss einer Feuerstätte berücksichtigt und vom Rauchfangkehrer überprüft. Regelmäßige Reinigung und ein dichter, gut dimensionierter Rauchfang sorgen dafür, dass Kachelofen, Kamin oder Herd sicher und wirtschaftlich arbeiten. Bei Zugproblemen lässt sich die Ursache meist gezielt feststellen – etwa an Kaminhöhe, Undichtheiten oder der Luftzufuhr.

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