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Glossar · Fliesen & Naturstein

Glasur

Eine Glasur ist eine glasartige, im Ofen eingebrannte Oberflächenschicht auf Fliesen und Kacheln, die Optik, Farbe und Pflegeleichtigkeit bestimmt.

Die Glasur ist eine dünne, glasartige Schicht, die beim Brennen fest mit dem darunterliegenden Scherben (dem keramischen Grundkörper) verschmilzt. Sie entsteht aus einem Gemisch, das bei hoher Temperatur schmilzt und beim Abkühlen zu einer glatten, geschlossenen Oberfläche erstarrt. Diese Schicht ist es, die einer glasierten Fliese oder Ofenkachel ihr endgültiges Aussehen gibt: Farbe, Glanz oder Mattheit sowie eventuelle Muster liegen in der Glasur.

Neben der Optik erfüllt die Glasur eine praktische Funktion. Sie versiegelt die poröse Keramik und macht die Oberfläche dicht, sodass Wasser, Schmutz und Flecken kaum eindringen. Das macht glasierte Flächen pflegeleicht und gut zu reinigen. Typische Eigenschaften einer Glasur sind unter anderem:

  • Optik: bestimmt Farbe, Glanz (glänzend, seidenmatt oder matt) und Oberflächenstruktur.
  • Schutz: versiegelt den Scherben gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung.
  • Pflege: glatte, dichte Oberflächen lassen sich leicht abwischen.

Wichtig für die Praxis: Die Glasur beeinflusst auch die Rutschhemmung. Sehr glatte, glänzende Glasuren sind im nassen Zustand tendenziell rutschiger, während strukturierte oder speziell aufgeraute Glasuren mehr Halt bieten. Für bodennahe Anwendungen gibt es genormte Prüfverfahren: Die DIN 51130 bewertet die Rutschhemmung mit Schuhwerk auf einer schrägen Rampe und teilt sie in die Klassen R9 bis R13 ein; die DIN 51097 prüft barfuß begangene Nassbereiche und vergibt die Bewertungsgruppen A, B und C. Bei der Auswahl einer Fliese lohnt es sich daher, nicht nur auf die Optik der Glasur, sondern auch auf ihre Eignung für den geplanten Einsatzort zu achten.

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